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AOC St. Gallen - Die kontrollierte Ursprungsbezeichnung im Weinbau | zurück

St. Galler Weine mit AOC

Die St. Galler Winzer und Winzerinnen haben im Jahre 2003 beschlossen die Kontrollierte Ursprungsbezeichnung einzuführen. Das Landwirtschaftsamt hat am 3. September 2003 eine entsprechende Weisung erlassen, die im Amtsblatt veröffentlich worden ist. Der St. Galler Weinbau ist volkswirtschaftlich von grosser Bedeutung. In 32 Gemeinden des Kantons wird Weinbau betrieben: Die Hauptanbaugebiete sind das Rheintal, das Sarganserland und das Gebiet, Rapperswil/Jona. Eine kleine Rebfläche befindet sich im Fürstenland mit Schwergewicht Wil/Bronschhofen. Die meist steilen Rebberge werden von 450 Rebbäuerinnen und Rebbauern bewirtschaftet. 38 Kelterungsbetriebe verarbeiten die Trauben. In Zukunft müssen die Weine auf den Etiketten mit dem Vermerk AOC, Appellation d’0rgine Controlée oder Kontrollierte Ursprungsbezeichnung bezeichnet werden. Für die Jahrgänge 2003 bis 2006 ist die Etikettenbezeichnung freiwillig. So können alte Etiketten-Bestände noch aufgebraucht werden.



Reblagenbezeichnung im Internet

Im Rahmen der AOC-Regelung sind im Kanton die Reblagen klar definiert und abgegrenzt worden. Die Weinbaugemeinden oder Kelterungsbetriebe konnten ihre Wünsche betreffend Reblagen-Einteilung vorbringen. Diese Eingaben sind von der Fachstelle Weinbau geprüft worden. Eine Lagebezeichnung kann zuerkannt werden, wie zum Beispiel in Thal die Lagen «Weingarten» oder «Bärenmannli». Der aktuelle Stand wird im Internet veröffentlicht (www.rheinhof.ch>Landw. Zentrum SG>Fachstellen>Pflanzenbau>Weinbau>AOC-Rebbau)



Analytische und sensorische Prüfung

Die Kantonale Fachstelle für Weinbau sorgt dafür, dass analytische und sensorische Weinprüfungen durchgeführt werden. Die Auswahl der Betriebe erfolgt durch das Kantonale Landwirtschaftsamt. Die Probenahmen erfolgen acht bis zehn Tage vor Degustationsbeginn. Die analytische Prüfung erfolgt in einem akkreditierten Labor. Es werden der Alkoholgehalt und die gesamte schweflige Säure gemessen. Für die sensorische Prüfung ist auf Vorschlag des St. Galler Weinbauverbandes eine Degustationskommission ernannt worden. Sie setzt sich zusammen aus dem Leiter der Fachstelle Weinbau, zwei Kelterern, zwei Gastronomen und einem Vertreter des Kantonalen Lebensmittelamtes. Es wird nach dem 100-Punkte-Schema der Hochschule Wädenswil bewertet. Ein Wein erhält die AOC-Auszeichnung, wenn er bei der sensorischen Prüfung 65 Punkte erreicht.